Blog · Aktualisiert für 2026{Mitarbeitergewinnung Raumausstattung}
Raumausstatter finden: So gewinnen Sie Fachkräfte mit Gespür
Die Zahl neuer Ausbildungsverträge hat sich seit 2008 mehr als halbiert – auf 429 im Jahr 2024. Wer Raumausstatter für Polster, Boden, Wand und Sonnenschutz sucht, braucht deshalb ein klares Profil, die richtige Ansprache und einen Betrieb, in dem gute Leute gern bleiben.
Beispielhafte Darstellung einer Recruiting-Kampagne
Das Wichtigste in Kürze
Der Nachwuchs schrumpft: Laut BIBB wurden 2024 nur noch 429 neue Ausbildungsverträge für Raumausstatter geschlossen – 2008 waren es 936.
Ein Beruf mit vielen Frauen: 69,2 Prozent der neuen Azubis 2024 waren weiblich. Ihre Anzeige, Ihre Bilder und Ihre Arbeitszeiten sollten das berücksichtigen.
Gestalter statt Handlanger: Rund jeder dritte neue Azubi hat Abitur oder Fachhochschulreife. Wer Gestaltungsspielraum zeigt, hebt sich ab.
Starke Konkurrenz: Einrichtungshäuser, Bodenbelags-Fachbetriebe, Polstermöbelhersteller und Objekteinrichter werben um dieselben Leute.
Bindung zahlt sich aus: 31,0 Prozent der Ausbildungsverträge wurden 2024 vorzeitig gelöst – Einarbeitung und Führung entscheiden.
{Kapitel 01}
Der Arbeitsmarkt für Raumausstatter 2026
Raumausstatter ist ein dreijähriger Ausbildungsberuf, der im Handwerk und in der Industrie ausgebildet wird (BIBB-Datenblatt). Seit 2020 gilt für das Raumausstatter-Handwerk wieder die Meisterpflicht (Deutsche Handwerks Zeitung).
Der Nachwuchs wird seit Jahren weniger. 1998 begannen laut BIBB noch 1.854 junge Menschen eine Ausbildung zum Raumausstatter, 2008 waren es 936 – und 2024 nur noch 429. Ende 2024 lernten bundesweit 1.233 Auszubildende den Beruf, zwei Jahre zuvor waren es noch 1.452.
Für Ihren Betrieb heißt das: Es kommen deutlich weniger frisch ausgebildete Fachkräfte nach als noch vor einigen Jahren. Wer Raumausstatter gewinnen will, muss wechselbereite Fachkräfte aktiv ansprechen, gezielt ausbilden und Quereinsteiger einarbeiten. Wie wir Betriebe aus Tischlerei, Innenausbau und Raumgestaltung dabei unterstützen, zeigt unsere Seite Mitarbeiter & Aufträge für Tischlereien.
BIBB-Datenblatt
Neue Ausbildungsverträge für Raumausstatter pro Jahr
Was Raumausstatter können – und welches Profil Sie brauchen
Kaum ein Handwerk ist so vielseitig. Je nach Betrieb verbringen Raumausstatter ihren Tag in ganz unterschiedlichen Feldern:
Polstern: Aufarbeiten und Neubeziehen von Sesseln, Sofas, Stühlen und Eckbänken, Gurtungen, Federkern- und Schaumpolsterung.
Boden: Verlegen von Teppich, Designbelägen, Linoleum und Vinyl, Untergrundvorbereitung.
Wand und Decke: Tapezieren, Wandbespannungen, Akustikelemente, Spanndecken.
Sicht- und Sonnenschutz: Vorhänge, Plissees, Rollos und Lamellen – Aufmaß, Konfektion und Montage.
Beratung und Gestaltung: Stoff-, Farb- und Materialberatung beim Kunden, oft mit Mustern und Skizzen.
Klären Sie vor der Suche, was die Stelle wirklich verlangt. Eine Polsterin, die in der Werkstatt Antiquitäten aufarbeitet, sucht etwas anderes als ein Bodenleger-Raumausstatter, der täglich auf Objektbaustellen ist. Dieser Schwerpunkt gehört in Jobtitel, Bilder und Gehaltsangebot.
{Kapitel 03}
Wer Raumausstatter heute sind – und was sie erwarten
Ein Blick in das BIBB-Datenblatt zeigt zwei Dinge, die viele Betriebe unterschätzen: 69,2 Prozent der neuen Auszubildenden 2024 waren Frauen, und rund ein Drittel der neuen Azubis hatte Abitur oder Fachhochschulreife. Sie werben also häufig um gestalterisch interessierte junge Frauen, die auch ein Studium der Innenarchitektur oder einen Job im Einrichtungshandel in Betracht ziehen.
Faires Gehalt: Laut gehalt.de liegt der Median bei 3.437 € brutto im Monat (40 Wochenstunden), die mittlere Hälfte verdient zwischen 3.011 € und 3.923 €.
Gestaltungsspielraum: Mitreden bei Stoffen, Farben und Lösungen statt nur ausführen.
Planbare und flexible Arbeitszeiten: Feste Zeiten, Teilzeitmodelle und Rücksicht auf Familie sind für viele entscheidend.
Körperlich vernünftige Arbeit: Gute Werkstatt, Hebehilfen, Knieschutz und Arbeiten zu zweit bei Bodenverlegung und schweren Möbeln.
Perspektive: Meisterprüfung, Gestalter im Handwerk, Spezialisierung auf Polsterei oder Sonnenschutz.
Ihre Konkurrenz sind nicht nur andere Raumausstatter, sondern auch Einrichtungshäuser, Bodenbelags-Fachbetriebe, Polstermöbelhersteller und Objekt- und Messebauer.
Gehalt & Nachwuchs
Raumausstatter in vier Zahlen
Gehalt (Median)3.437 €brutto im Monat bei 40 WochenstundenQuelle: gehalt.de ↗
Mittlere Hälfte3.011–3.923 €so viel verdienen die mittleren 50 Prozent brutto im MonatQuelle: gehalt.de ↗
Frauenanteil69,2 %der neuen Ausbildungsverträge 2024 schlossen Frauen abQuelle: BIBB ↗
Lösungsquote31,0 %der Ausbildungsverträge wurden 2024 vorzeitig gelöstQuelle: BIBB ↗
Gehalt: gehalt.de, Abruf Oktober 2026, ohne Unterscheidung nach Erfahrung. Ausbildung: BIBB-Datenblatt, Berichtsjahr 2024.
{Kapitel 04}
Wo Sie Raumausstatter finden
Die meisten erfahrenen Raumausstatter arbeiten bereits in einem Betrieb und lesen keine Jobbörsen. Erreichen Sie sie dort, wo sie privat unterwegs sind – und erweitern Sie den Kreis passender Bewerber:
Social Recruiting mit Ihren Arbeiten: Kaum ein Handwerk eignet sich so gut für Instagram und Facebook wie dieses. Vorher-nachher-Bilder eines aufgearbeiteten Sessels oder eines fertigen Raums zeigen sofort, wie Arbeit bei Ihnen aussieht. Wie Sie solche Kampagnen aufsetzen, lesen Sie in Social Recruiting für Handwerksbetriebe.
Quereinsteiger mit Handgeschick: Polster- und Dekorationsnäher, Maßschneider, Bodenleger, Maler und Tischler bringen viel mit und lassen sich mit einem erfahrenen Kollegen gut einarbeiten.
Rückkehrer: Fachkräfte nach der Elternzeit oder aus anderen Branchen kommen zurück, wenn Arbeitszeiten und Teilzeit passen.
Eigene Ausbildung: Praktika für Schülerinnen und Schüler, auch mit Abitur, sind der verlässlichste Weg zu Nachwuchs.
Empfehlungen: Ihr Team kennt Kolleginnen und Kollegen aus Berufsschule und Meisterschule.
Zeigen Sie Ihre eigenen Arbeiten und Ihr Team – das überzeugt Raumausstatter mehr als jeder Werbetext.
{Kapitel 05}
Die Stellenanzeige für Raumausstatter
Eine überzeugende Anzeige zeigt, was den Job bei Ihnen besonders macht:
Jobtitel mit Schwerpunkt: „Raumausstatter (m/w/d) Polsterei“ oder „Raumausstatter (m/w/d) Boden und Sonnenschutz“ statt „Mitarbeiter Werkstatt“.
Gehaltsspanne nennen: Schafft Vertrauen und spart Gespräche, die am Geld scheitern.
Werkstatt oder Montage: Wie viel Zeit verbringt man in der Werkstatt, wie viel beim Kunden?
Arbeitszeit und Teilzeit: Konkret benennen, welche Modelle möglich sind.
Eigene Projekte zeigen: Fotos Ihrer Arbeiten und Ihres Teams statt Stockfotos.
Einfache Bewerbung: Kurzbewerbung per Smartphone, gern mit der Möglichkeit, Fotos eigener Arbeiten anzuhängen.
Laut BIBB wurden 2024 31,0 Prozent der Ausbildungsverträge vorzeitig gelöst. Was für Azubis gilt, gilt auch für neue Fachkräfte: Die ersten Monate entscheiden.
Feste Ansprechperson: Eine erfahrene Kollegin oder ein Kollege begleitet die ersten Wochen.
Verantwortung übertragen: Eigene Projekte, eigene Kunden, Mitsprache bei Stoffen und Materialien.
Flexibilität leben: Arbeitszeiten, die zum Leben passen – nicht nur in der Anzeige.
Gesund arbeiten: Ergonomische Werkstatt, Hilfsmittel und Arbeiten zu zweit bei schweren Aufgaben.
Weiterbildung fördern: Meisterschule, Gestalter im Handwerk oder Herstellerschulungen für Sonnenschutz.
3Arbeiten zeigenSocial Recruiting mit Vorher-nachher-BildernReichweite
4Persönlich reagierenAnruf in 24 h, Probetag mit ArbeitsprobeZusagen
5Begleiten und fördernAnsprechperson, Verantwortung, WeiterbildungBindung
{Fazit}
Raumausstatter finden ist planbar
Der Markt für Raumausstatter ist kleiner geworden, aber die Menschen, die diesen Beruf lieben, gibt es weiterhin. Wer sie mit echten Bildern seiner Arbeit anspricht, flexible Arbeitszeiten bietet, Quereinsteiger einarbeitet und schnell reagiert, gewinnt auch 2026 neue Fachkräfte.
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Das sagen Betriebe aus Handwerk und Industrie über die Zusammenarbeit mit RMC
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★★★★★
„In unter drei Monaten konnten wir insgesamt von 12 auf 17 Mitarbeiter wachsen. Jetzt müssen wir die Leute erst einmal effizient einarbeiten.“
Sebastian LutzGF Elektro Lutz GmbH✓Verifizierte Bewertung
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„Über den Imagefilm, den wir mit der Werbekampagne beworben haben, konnten wir innerhalb von drei Monaten drei tolle Monteure finden. Vielen Dank!“
Ingo MihmGF Metam GmbH✓Verifizierte Bewertung
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„Wir haben mit Patrick Riedel schon einige Maßnahmen umgesetzt, die alle sehr erfolgreich waren. Die Zusammenarbeit war immer sehr professionell und angenehm. Ich kann eine Zusammenarbeit sehr empfehlen!“
Alexander SachsenmaierGF Sachsenmaier GmbH✓Verifizierte Bewertung
Erfahrene Raumausstatter sind meist fest angestellt und suchen nicht aktiv. Am besten erreichen Sie sie mit Social Recruiting in Ihrer Region, bei dem Sie Bilder Ihrer eigenen Arbeiten zeigen. Dazu kommen Empfehlungen aus dem Team, eigene Ausbildung und Quereinsteiger mit Handgeschick.
Ihr Betrieb ist der Nächste
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