Blog · Aktualisiert für 2026{Auftragsgewinnung im Handwerk}
Empfehlungsmarketing im Handwerk: So werden Empfehlungen planbar
Die meisten Betriebe leben von Empfehlungen – und überlassen sie dem Zufall. Hier lesen Sie, wann Sie am besten fragen, wie ein einfacher Empfehlungsprozess aussieht, warum Bewertungen die digitale Empfehlung sind und welche Prämien rechtlich sauber bleiben.
Patrick RiedelTÜV-zertifizierter Experte für VerkaufspsychologieZuletzt aktualisiert am 29.10.2026 · 10 Min. Lesezeit
€Abnahme · Kunde sehr zufrieden
✦ Guter Moment für eine Empfehlungsfrage
Empfehlungsprozess
✓
Anfrage über EmpfehlungQuelle im System erfasst
Ziel
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Bewertung erbetenohne Gegenleistung
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Empfehlungsfrage gestelltKarte mit QR-Code überreicht
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Abnahme mit Wow-MomentProjekt übergeben
▦
Neue Anfrage„Ihr Nachbar hat Sie empfohlen“
✓
Dankeschön verschicktHandschriftliche Karte
Beispielhafte Darstellung eines Empfehlungsprozesses
Das Wichtigste in Kürze
Empfehlungen sind kein Zufall: Wer den Zeitpunkt kennt, konkret fragt und Empfehlenden einen einfachen Weg gibt, macht Weiterempfehlungen zum festen Ablauf.
Der beste Moment ist die Abnahme: Wenn der Kunde das Ergebnis sieht und zufrieden ist, fällt die Frage leicht.
Empfohlene Kunden prüfen online: Laut BrightLocal 2026 lesen 97 Prozent der Verbraucher Online-Bewertungen – Ihr Google-Profil muss die Empfehlung bestätigen.
Keine Prämie für Bewertungen: Google verbietet Anreize für Rezensionen, gefälschte Empfehlungen sind nach UWG unzulässig.
Tell-a-friend-Mails vermeiden: Lassen Sie Empfohlene selbst Kontakt aufnehmen, statt sie ungefragt anzuschreiben.
{Kapitel 01}
Warum Empfehlungen wichtig bleiben – aber anders funktionieren
Für viele Handwerksbetriebe ist die Empfehlung seit Jahrzehnten der wichtigste Auftragskanal: Ein Nachbar, Kollege oder Verwandter erzählt von gutem Service, und der Interessent ruft an. Das Vertrauen ist schon da, bevor Sie das erste Wort gesagt haben.
Was sich verändert hat: Kaum jemand ruft heute nur auf Zuruf an. Wer eine Empfehlung bekommt, sucht den Betrieb zuerst im Netz. Laut BrightLocal Local Consumer Review Survey 2026 lesen 97 Prozent der Verbraucher Online-Bewertungen zu Unternehmen. Die Studie stammt aus den USA, die Richtung ist aber auch hierzulande klar: Die Empfehlung öffnet die Tür, Google-Profil, Bewertungen und Website müssen sie bestätigen.
Empfehlungsmarketing bedeutet deshalb zweierlei: mehr Empfehlungen auslösen und dafür sorgen, dass Empfohlene online einen starken Eindruck bekommen. Beides lässt sich planen.
BrightLocal Local Consumer Review Survey 2026
So gehen Verbraucher mit Bewertungen um
Lesen Online-Bewertungen
97 %
Wurden in 12 Monaten um eine Bewertung gebeten
78 %
Haben nach einer Bitte eine Bewertung geschrieben
65 %
Haben im letzten Jahr eine Google-Bewertung abgegeben
Die Bereitschaft zu empfehlen ist nicht immer gleich hoch. Am größten ist sie in Momenten, in denen der Kunde Ihre Leistung unmittelbar erlebt:
Bei der Abnahme oder Übergabe: Das neue Bad, die fertige Terrasse, die laufende Wärmepumpe – der Kunde ist stolz und erleichtert.
Nach einem Lob: Sagt der Kunde „Das hat super geklappt“, ist das die natürliche Gelegenheit für Ihre Frage.
Beim Wartungs- oder Servicetermin: Wenn alles läuft, erinnert sich der Kunde an die gute Zusammenarbeit.
Einige Wochen nach Projektende: Ein kurzer Anruf oder eine Nachricht („Läuft alles?“) zeigt Interesse und eröffnet das Gespräch.
Ungünstig sind Momente mit offenen Punkten: Mängel, Streit um Nachträge oder eine noch nicht bezahlte Schlussrechnung. Klären Sie diese zuerst – eine Empfehlungsfrage wirkt dann eher unpassend.
{Kapitel 03}
Der Empfehlungsprozess in vier Bausteinen
Damit Empfehlungen nicht vom Zufall abhängen, braucht Ihr Team einen festen Ablauf:
1. Konkret fragen: Statt „Empfehlen Sie uns gern weiter“ lieber: „Kennen Sie jemanden in Ihrer Straße oder Familie, der auch über ein neues Bad nachdenkt?“ Eine konkrete Frage aktiviert konkrete Namen.
2. Ein Werkzeug mitgeben: Eine Empfehlungskarte mit Ansprechpartner, Telefonnummer und QR-Code zu Ihrer Anfrageseite. So kann der Kunde die Karte weitergeben, und der Empfohlene meldet sich selbst.
3. Sichtbar sein: Bauschild, beschriftete Fahrzeuge und ein Hinweis an die Nachbarschaft („Wir arbeiten in den nächsten zwei Wochen in Ihrer Straße“) machen Ihre Baustelle zum Gesprächsthema.
4. Danke sagen: Wer Sie empfohlen hat, bekommt eine persönliche Rückmeldung – unabhängig davon, ob daraus ein Auftrag wird.
Legen Sie fest, wer im Team die Frage stellt – oft ist es der Monteur oder Bauleiter, der den Kunden am besten kennt. Ein kurzer Leitfaden und ein Stapel Karten im Fahrzeug genügen für den Start.
2FragenKonkrete Empfehlungsfrage stellenbeim Termin
3MitgebenKarte mit QR-Code zur Anfrageseitebeim Termin
4BewertungEhrliche Bewertung erbitten, ohne Anreiz1–3 Tage danach
5Danke & messenRückmeldung an Empfehlende, Quelle erfassenlaufend
{Kapitel 04}
Bewertungen: die digitale Empfehlung
Online-Bewertungen sind Empfehlungen für Menschen, die Sie noch nicht kennen. Und Kunden schreiben sie, wenn man sie fragt: In der BrightLocal-Umfrage 2026 wurden 78 Prozent der Befragten in den letzten zwölf Monaten um eine Bewertung gebeten, 65 Prozent haben nach einer solchen Bitte eine geschrieben.
Wichtig sind die Spielregeln. Nach den Google-Richtlinien für Beiträge dürfen Unternehmen keine Anreize wie Zahlungen, Rabatte oder kostenlose Produkte für Rezensionen bieten. Ebenso unzulässig ist es, gezielt nur zufriedene Kunden um positive Bewertungen zu bitten oder negative Bewertungen zu verhindern. Erlaubt und sinnvoll ist es, alle Kunden um eine ehrliche Bewertung ihrer Erfahrung zu bitten.
Fragen Sie direkt bei der Abnahme und schicken Sie danach einen kurzen Link.
Antworten Sie auf jede Bewertung – auch auf kritische, sachlich und freundlich.
Machen Sie es einfach: Ein QR-Code auf der Empfehlungskarte kann direkt zum Bewertungsformular führen.
Ein kleines Dankeschön für eine erfolgreiche Empfehlung ist im Handwerk verbreitet. Damit daraus kein Problem wird, sollten Sie diese Grundsätze beachten:
Prämie für Empfehlungen, nicht für Bewertungen: Bewertungen gegen Gegenleistung verstoßen gegen die Google-Richtlinien. Nach dem Anhang zum UWG (Nr. 23c) ist außerdem die Übermittlung oder Beauftragung gefälschter Bewertungen oder Empfehlungen zur Verkaufsförderung stets unzulässig.
Maßvoll und transparent: Ein Gutschein, ein Präsentkorb oder ein Rabatt auf die nächste Wartung als Dank – angemessen im Verhältnis zum Auftrag und offen kommuniziert. Der Empfohlene soll nicht den Eindruck bekommen, die Empfehlung sei ein neutraler Rat, wenn eine größere Prämie dahintersteht.
Keine Tell-a-friend-E-Mails: Der Bundesgerichtshof hat 2013 entschieden (BGH, Urteil vom 12.09.2013, I ZR 208/12), dass Empfehlungs-E-Mails, die über eine Weiterempfehlungsfunktion einer Website ungefragt an Dritte gehen, als Werbung des Unternehmens gelten. Ohne Einwilligung des Empfängers ist das unzulässig. Lassen Sie den Empfohlenen deshalb selbst Kontakt aufnehmen.
Keine Kontaktdaten ohne Zustimmung: Nehmen Sie Namen und Telefonnummern von Empfohlenen nur auf, wenn diese einverstanden sind, und rufen Sie Privatpersonen nicht ungefragt zu Werbezwecken an (§ 7 Abs. 2 UWG).
Steuern im Blick: Wie Prämien in Ihrer Buchhaltung und beim Empfänger zu behandeln sind, klären Sie mit Ihrem Steuerberater.
Dieser Abschnitt gibt einen Überblick und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Im Zweifel helfen Ihre Kammer oder ein Anwalt.
Spielregeln für Empfehlungen
Was erlaubt ist – und was nicht
Anreize für Google-RezensionenVerbotenKeine Zahlungen, Rabatte oder Geschenke für BewertungenQuelle: Google-Richtlinien ↗
Gefälschte Bewertungen und EmpfehlungenUnzulässigstets unlautere geschäftliche HandlungQuelle: UWG Anhang Nr. 23c ↗
Tell-a-friend-E-MailsWerbungungefragte Empfehlungs-Mails gelten als Werbung des UnternehmensQuelle: BGH I ZR 208/12 ↗
Dankeschön für EmpfehlungenMaßvollangemessen, transparent und nicht an eine Bewertung gekoppelt
Überblick, Stand Oktober 2026 – keine Rechtsberatung. Gesetzestexte nach gesetze-im-internet.de.
{Kapitel 06}
Empfehlungen von Partnern: Gewerke, Planer, Verwalter
Neben Kunden sind andere Unternehmen eine starke Empfehlungsquelle – und oft eine planbarere:
Andere Gewerke: Der Elektriker empfiehlt den SHK-Betrieb, der Fliesenleger den Tischler. Ein loses Netzwerk mit zwei oder drei verlässlichen Partnern bringt regelmäßig Aufträge – in beide Richtungen.
Architekten, Planer und Energieberater: Sie suchen zuverlässige Ausführende, die Termine halten und sauber dokumentieren.
Hausverwaltungen: Wer bei einer Verwaltung überzeugt, wird für weitere Objekte empfohlen. Mehr in Hausverwaltungen als Kunden.
Händler und Hersteller: Viele führen Fachbetriebslisten oder vermitteln Endkundenanfragen weiter.
Pflegen Sie diese Kontakte aktiv: kurze Rückmeldung zu jedem vermittelten Auftrag, gelegentlicher Austausch und – wo es passt – gegenseitige Empfehlungen. Für Elektrobetriebe, die eng mit anderen Gewerken zusammenarbeiten, finden Sie Ansätze auf unserer Seite Elektrobetriebe.
Zufriedene Kunden und ein sichtbares Team sind die Basis jeder Empfehlung – Aufnahmen aus unseren Shootings bei Partnerbetrieben.
{Kapitel 07}
Messen: Wie viele Aufträge kommen aus Empfehlungen?
Was Sie nicht messen, können Sie nicht verbessern. Fragen Sie bei jeder Anfrage: „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“ – und notieren Sie die Antwort. Daraus ergeben sich die wichtigsten Kennzahlen:
Anteil der Anfragen aus Empfehlung: Empfehlungsanfragen geteilt durch alle Anfragen.
Abschlussquote aus Empfehlungen: Vergleichen Sie sie mit der Abschlussquote anderer Kanäle – so sehen Sie, was eine Empfehlung für Ihren Betrieb wert ist.
Empfehlungen pro abgeschlossenem Projekt: Zeigt, ob der Prozess im Team gelebt wird.
Neue Bewertungen pro Monat: Ihr digitaler Empfehlungsindikator.
Empfehlungen allein machen einen Betrieb aber nicht planbar: Sie lassen sich anstoßen, aber nicht beliebig steigern. Deshalb gehört neben dem Empfehlungsprozess ein zweiter Kanal dazu, der aktiv neue Anfragen bringt – etwa Kampagnen, wie in Mehr Aufträge im Handwerk beschrieben.
{Fazit}
Gute Arbeit plus fester Prozess ergibt planbare Empfehlungen
Empfehlungen entstehen durch gute Arbeit – planbar werden sie durch einen festen Ablauf: im richtigen Moment konkret fragen, ein einfaches Werkzeug mitgeben, sichtbar sein, ehrliche Bewertungen einholen und Danke sagen. Mit rechtlich sauberen Prämien und einem gepflegten Partnernetzwerk wird daraus ein stabiler Auftragskanal.
Und weil Empfehlungen allein selten reichen, um ein Team dauerhaft auszulasten, unterstützt Sie unsere Auftragsgewinnung mit Kampagnen auf Meta und Google, Anfrage-Funnels und echten Fotos und Videos aus Ihrem Betrieb – gesteuert mit dem RMC-KI-System®. Wie Sie zusätzlich Ihre früheren Kunden aktivieren, lesen Sie in Bestandskunden reaktivieren.
Im kostenlosen Erstgespräch zeigen wir Ihnen, wie Empfehlungen, Bewertungen und Kampagnen in Ihrem Betrieb zusammenspielen.
★★★★★ 5,0 bei Google
Das sagen unsere Partnerbetriebe über die Zusammenarbeit mit RMC
G
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„Wir haben mit Patrick Riedel schon einige Maßnahmen umgesetzt, die alle sehr erfolgreich waren. Die Zusammenarbeit war immer sehr professionell und angenehm. Ich kann eine Zusammenarbeit sehr empfehlen!“
Alexander SachsenmaierGF Sachsenmaier GmbH✓Verifizierte Bewertung
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„In unter drei Monaten konnten wir insgesamt von 12 auf 17 Mitarbeiter wachsen. Jetzt müssen wir die Leute erst einmal effizient einarbeiten.“
Sebastian LutzGF Elektro Lutz GmbH✓Verifizierte Bewertung
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„Wir konnten über den Recruitingfilm und die passenden Stellenanzeigen auf Social Media direkt zwei Anlagenmechaniker in unter 30 Tagen gewinnen und einstellen.“
Wolfgang EhrhardGF Wilhelm Ehrhard GmbH✓Verifizierte Bewertung
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„Über den Imagefilm, den wir mit der Werbekampagne beworben haben, konnten wir innerhalb von drei Monaten drei tolle Monteure finden. Vielen Dank!“
Häufige Fragen zum Empfehlungsmarketing im Handwerk
Bei der Abnahme oder Übergabe, wenn der Kunde das Ergebnis sieht und zufrieden ist – oder direkt nachdem er Ihre Arbeit lobt. Ungünstig sind Momente mit offenen Mängeln oder Streit um die Rechnung.
Ihr Betrieb ist der Nächste
Empfehlungen plus Kampagnen – mit System
Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir, woher Ihre Aufträge heute kommen, und zeigen Ihnen, wie Sie Empfehlungen, Bewertungen und Kampagnen zu einem planbaren Anfragestrom verbinden.
Mit unserer Webdesign-Sparte Riedel Performance Design erstellt die Riedel Media Consulting GmbH performanceorientierte Websites in Münster, die Kunden und Mitarbeiter bringen.
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