Blog · Aktualisiert für 2026{Vertrieb im Handwerk}
Was kostet eine Kundenanfrage im Handwerk? Kosten pro Anfrage und pro Auftrag richtig rechnen
Wer nur auf den Preis pro Anfrage schaut, zieht oft die falschen Schlüsse. Hier lesen Sie, wie Sie Cost per Lead, Kosten pro Angebot und Kosten pro Auftrag berechnen, welche versteckten Kosten dazugehören und wie sich Google, Meta, Portale und Empfehlungen unterscheiden – mit einer durchgerechneten Beispielrechnung.
Patrick RiedelTÜV-zertifizierter Experte für VerkaufspsychologieZuletzt aktualisiert am 29.10.2026 · 11 Min. Lesezeit
€Auswertung Oktober · Anfragen nach Kanal
✦ Kosten pro Auftrag: 500 € (Beispiel)
Vom Budget zum Auftrag
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3 Aufträge500 € pro Auftrag
Ergebnis
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8 Angebotenach Vorqualifizierung
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30 Anfragen50 € pro Anfrage
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1.500 € WerbebudgetKampagnen auf Meta und Google
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Neue AnfrageQuelle: Google-Suche
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Auftrag gewonnenAuftragswert 12.000 €
Beispielrechnung mit frei gewählten Werten
Das Wichtigste in Kürze
Kosten pro Anfrage allein sagen wenig: Eine günstige Anfrage, die nie zum Auftrag wird, ist teurer als eine teure, die verlässlich abschließt. Entscheidend sind die Kosten pro Auftrag.
Seriöse Pauschalwerte gibt es nicht: Die Kosten hängen von Gewerk, Region, Saison, Angebot und Kanal ab. Belastbar sind nur Ihre eigenen Zahlen.
Interne Zeit gehört dazu: Besichtigung, Kalkulation und Nachfassen können mehr kosten als das Werbebudget selbst.
Rückwärts rechnen: Aus Auftragswert, Deckungsbeitrag und Abschlussquote ergibt sich, wie viel eine Anfrage maximal kosten darf.
Kanäle richtig vergleichen: Laut Bitkom haben 94 % der Handwerksbetriebe eine eigene Website und 56 % sind in sozialen Netzwerken präsent oder werben dort – messen Sie für jeden Kanal getrennt.
{Kapitel 01}
Warum die Frage nach den Kosten pro Anfrage oft zu kurz greift
„Was kostet bei Ihnen eine Anfrage?“ ist eine der häufigsten Fragen, die Inhaber an Agenturen und Portale stellen. Verständlich – schließlich will niemand Geld verbrennen. Doch der Preis pro Anfrage allein führt oft in die Irre.
Zwei Beispiele: Eine Anfrage für 20 Euro von jemandem, der nur Preise vergleicht und außerhalb Ihres Einzugsgebiets wohnt, ist wertlos. Eine Anfrage für 80 Euro von einem Eigentümer, der seine Heizung im Frühjahr tauschen will und schon Fotos geschickt hat, kann dagegen ein sehr günstiger Weg zu einem Auftrag sein.
Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die ganze Kette: Was kostet eine Anfrage, was eine qualifizierte Anfrage, was ein Angebot – und was am Ende ein gewonnener Auftrag? Seriöse Pauschalwerte für „das Handwerk“ gibt es dabei nicht. Gewerk, Region, Jahreszeit, Ihr Angebot und der Kanal verändern die Zahlen stark. Belastbar sind nur Ihre eigenen Werte. Wie Sie diese ermitteln, zeigt dieser Artikel.
{Kapitel 02}
Die Kennzahlen: Von Cost per Lead bis Kosten pro Auftrag
Diese fünf Kennzahlen sollten Sie kennen:
Kosten pro Anfrage (Cost per Lead, CPL): Werbekosten geteilt durch Zahl der Anfragen. Google Ads weist das als „Kosten/Conv.“ aus, also die Gesamtkosten geteilt durch die Conversions (Google Ads-Hilfe). Im Meta-Werbeanzeigenmanager heißt die Kennzahl Kosten pro Lead.
Kosten pro qualifizierter Anfrage: Werbekosten geteilt durch die Anfragen, die Ihre Kriterien erfüllen.
Kosten pro Angebot: Werbekosten geteilt durch die Zahl der geschriebenen Angebote.
Kosten pro Auftrag (Cost per Acquisition): Werbekosten geteilt durch gewonnene Aufträge – die wichtigste Zahl.
Marketingkostenquote: Werbekosten geteilt durch den Umsatz der gewonnenen Aufträge, mal 100.
Dazwischen liegen die Quoten, die Sie selbst beeinflussen: Qualifizierungsquote, Angebotsquote und Abschlussquote. Schon kleine Verbesserungen an einer Stelle senken die Kosten pro Auftrag deutlich.
{Kapitel 03}
Beispielrechnung: Vom Werbebudget zum Auftrag
Alle Werte in diesem Kapitel sind frei gewählte Beispielwerte zur Veranschaulichung, keine Durchschnitts- oder Erfahrungswerte.
Angenommen, ein SHK-Betrieb investiert in einem Monat 1.500 Euro in Kampagnen auf Meta und Google:
30 Anfragen gehen ein – das ergibt 50 Euro pro Anfrage.
12 Anfragen erfüllen die Kriterien (Region, Vorhaben, Zeit, Budget) – 125 Euro pro qualifizierter Anfrage.
8 Angebote werden nach Besichtigung geschrieben – 187,50 Euro pro Angebot.
3 Aufträge mit je 12.000 Euro Auftragswert werden erteilt – 500 Euro pro Auftrag.
Die Marketingkostenquote liegt damit bei rund 4,2 % des gewonnenen Umsatzes (1.500 Euro zu 36.000 Euro). Ob das gut oder schlecht ist, hängt von Ihrem Deckungsbeitrag ab – dazu mehr in Kapitel 6.
Setzen Sie in diese Rechnung Ihre eigenen Zahlen ein. Schon nach zwei, drei Monaten sehen Sie, wo die größten Verluste in der Kette entstehen.
Beispielrechnung
Was ein Auftrag im Beispiel wirklich kostet
Kosten pro Anfrage50 €1.500 € Budget, 30 Anfragen
Kosten pro Angebot187,50 €8 Angebote nach Vorqualifizierung
Kosten pro Auftrag500 €3 Aufträge mit je 12.000 € Auftragswert
Inklusive interner Zeit1.060 €plus 3 Stunden zu 70 € je Angebot
Beispiel mit frei gewählten Werten – keine Durchschnitts- oder Erfahrungswerte. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein.
{Kapitel 04}
Versteckte Kosten: Ihre eigene Zeit zählt mit
In vielen Rechnungen fehlt der größte Posten: die interne Zeit. Jede Anfrage braucht Rückruf, Terminabstimmung, Anfahrt, Besichtigung, Kalkulation und Nachfassen.
Fortsetzung der Beispielrechnung: Rechnet der Betrieb für jedes der 8 Angebote drei Stunden zu einem internen Satz von 70 Euro, kommen 1.680 Euro hinzu. Die Vollkosten pro Auftrag steigen damit von 500 auf rund 1.060 Euro, die Kostenquote auf rund 8,8 %.
Daraus folgen zwei Erkenntnisse:
Vorqualifizierung spart echtes Geld: Jede Besichtigung, die Sie bei einer unpassenden Anfrage vermeiden, senkt die Kosten pro Auftrag. Wie das geht, lesen Sie in Anfragen qualifizieren.
Abschlussquote ist ein Kostenhebel: Wer aus 8 Angeboten 4 statt 3 Aufträge macht, senkt die Kosten pro Auftrag um ein Viertel. Tipps dafür finden Sie in Angebote schreiben und Angebote nachfassen.
{Kapitel 05}
Kanäle im Vergleich: Wo Anfragen herkommen und was sie kosten
Jeder Kanal hat ein eigenes Kostenmodell und eine eigene Anfragequalität. Pauschal „billig“ oder „teuer“ ist keiner:
Empfehlungen: kosten scheinbar nichts, sind oft gut qualifiziert, lassen sich aber kaum planen oder steigern. Wie Sie das systematisch angehen, zeigt Empfehlungsmarketing im Handwerk.
Google Ads: Sie zahlen pro Klick, die Anfragenden suchen bereits aktiv. Die Kosten hängen stark vom Wettbewerb in Ihrer Region ab. Mehr in Google Ads für Handwerksbetriebe.
Meta (Facebook, Instagram): Sie erreichen Menschen, bevor sie suchen, etwa Eigentümer älterer Häuser. Anfragen sind oft günstiger, brauchen aber eine gute Vorqualifizierung. Siehe Meta Ads für Handwerker.
Handwerkerportale: je nach Anbieter Gebühren pro Kontakt oder Abo, oft konkurrieren mehrere Betriebe um dieselbe Anfrage. Einen Überblick gibt Handwerkerportale im Vergleich.
Wie verbreitet die Kanäle sind, zeigt die Bitkom-Befragung in der Grafik unten. Wichtig für Ihre Rechnung: Vergleichen Sie Kanäle immer über die Kosten pro Auftrag, nicht über die Kosten pro Kontakt.
Bitkom-Studie Handwerk 2025
Über diese Kanäle sind Handwerksbetriebe online präsent
Statt nach Branchenwerten zu fragen, rechnen Sie aus, was eine Anfrage Sie maximal kosten darf. Dazu brauchen Sie drei Zahlen aus Ihrem Betrieb:
Durchschnittlicher Auftragswert der Auftragsart, die Sie gewinnen wollen.
Deckungsbeitrag in Prozent: was nach Material und direkten Lohnkosten übrig bleibt.
Anfragen pro Auftrag: wie viele Anfragen Sie im Schnitt für einen Auftrag brauchen.
Beispiel mit frei gewählten Werten: Auftragswert 12.000 Euro, Deckungsbeitrag 30 % – also 3.600 Euro. Wenn Sie höchstens 15 % davon für die Gewinnung ausgeben wollen, dürfen Sie 540 Euro pro Auftrag einsetzen. Brauchen Sie 10 Anfragen pro Auftrag, liegt die Grenze bei 54 Euro pro Anfrage.
Die Rechnung zeigt auch: Bei hohen Auftragswärten wie Badsanierung, Wärmepumpe oder Dach können deutlich höhere Kosten pro Anfrage wirtschaftlich sein als bei kleinen Reparaturen. Lassen Sie Ihre Deckungsbeiträge im Zweifel mit Ihrem Steuerberater durchgehen.
{Kapitel 07}
Kosten pro Auftrag senken – ohne weniger Anfragen
Die meisten Betriebe versuchen zuerst, die Werbekosten zu drücken. Mehr bringt es oft, die Kette dahinter zu verbessern:
Preise prüfen: Wer zu günstig kalkuliert, kann sich kaum Akquise leisten. Siehe Preise erhöhen im Handwerk.
Echte Fotos aus dem Betrieb machen Anzeigen und Anfrageseiten glaubwürdiger. Aufnahmen aus RMC-Shootings.
{Kapitel 08}
Messen: So wissen Sie, woher Ihre Aufträge kommen
Ohne saubere Erfassung bleibt jede Kostenrechnung ein Schätzwert. So bauen Sie ein einfaches Reporting auf:
Quelle bei jeder Anfrage erfassen: im Formular als Auswahlfeld und am Telefon mit der Frage „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“.
Conversion-Tracking einrichten: in Google Ads und im Meta-Werbeanzeigenmanager – mit wirksamer Einwilligung der Besucher, wo diese erforderlich ist. Lassen Sie Ihr Cookie-Banner und die Datenschutzerklärung prüfen; dies ist keine Rechtsberatung.
Monatliche Tabelle führen: Budget, Anfragen, qualifizierte Anfragen, Angebote, Aufträge und Umsatz je Kanal.
Mit Verzögerung auswerten: Viele Aufträge werden erst Wochen nach der Anfrage erteilt. Rechnen Sie deshalb über mehrere Monate.
So sehen Sie nach kurzer Zeit, welche Kanäle sich für Ihren Betrieb lohnen – und wo Sie Budget verschieben sollten.
5-Schritte-Fahrplan
In fünf Schritten zu Ihren echten Kosten pro Auftrag
1Quelle erfassenJede Anfrage mit Kanal notierenab sofort
2Tracking einrichtenConversions in Google und Meta messenWoche 1
3Tabelle führenBudget, Anfragen, Angebote, Aufträge je Kanalmonatlich
4Rückwärts rechnenMaximale Kosten pro Anfrage bestimmenMonat 2
5Budget verschiebenMehr in Kanäle mit günstigen Aufträgenab Monat 3
{Fazit}
Nicht die billigste Anfrage gewinnt, sondern die passende
Die Kosten pro Anfrage sind ein Zwischenwert. Wirklich wichtig ist, was Sie ein gewonnener Auftrag kostet – inklusive Ihrer eigenen Zeit. Wer seine Zahlen kennt, rückwärts rechnet und die Kette aus Qualifizierung, Angebot und Nachfassen verbessert, kann Werbebudget gezielt und wirtschaftlich einsetzen.
Genau so steuern wir die Auftragsgewinnung für unsere Partnerbetriebe: Kampagnen auf Meta und Google, Anfrage-Funnels mit Vorqualifizierung und klare Kennzahlen bis zum Auftrag, unterstützt vom RMC-KI-System®. Beispiele finden Sie für SHK-Betriebe und den GaLaBau.
Im kostenlosen Erstgespräch rechnen wir gemeinsam durch, was ein Auftrag in Ihrem Betrieb kosten darf.
★★★★★ 5,0 bei Google
Das sagen unsere Partnerbetriebe über die Zusammenarbeit mit RMC
G
★★★★★
„Wir haben mit Patrick Riedel schon einige Maßnahmen umgesetzt, die alle sehr erfolgreich waren. Die Zusammenarbeit war immer sehr professionell und angenehm. Ich kann eine Zusammenarbeit sehr empfehlen!“
Alexander SachsenmaierGF Sachsenmaier GmbH✓Verifizierte Bewertung
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„In unter drei Monaten konnten wir insgesamt von 12 auf 17 Mitarbeiter wachsen. Jetzt müssen wir die Leute erst einmal effizient einarbeiten.“
Sebastian LutzGF Elektro Lutz GmbH✓Verifizierte Bewertung
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„Wir konnten über den Recruitingfilm und die passenden Stellenanzeigen auf Social Media direkt zwei Anlagenmechaniker in unter 30 Tagen gewinnen und einstellen.“
Wolfgang EhrhardGF Wilhelm Ehrhard GmbH✓Verifizierte Bewertung
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„Über den Imagefilm, den wir mit der Werbekampagne beworben haben, konnten wir innerhalb von drei Monaten drei tolle Monteure finden. Vielen Dank!“
Einen seriösen Pauschalwert gibt es nicht. Die Kosten hängen stark von Gewerk, Region, Saison, Angebot und Kanal ab. Belastbar sind nur Ihre eigenen Zahlen: Teilen Sie Ihre Werbekosten eines Zeitraums durch die Zahl der Anfragen und betrachten Sie zusätzlich die Kosten pro Auftrag.
Ihr Betrieb ist der Nächste
Wissen, was ein Auftrag kostet – und mehr davon gewinnen
Im kostenlosen Erstgespräch rechnen wir mit Ihren Zahlen durch, was eine Anfrage und ein Auftrag in Ihrem Betrieb kosten dürfen – und welche Kanäle dafür passen.
Mit unserer Webdesign-Sparte Riedel Performance Design erstellt die Riedel Media Consulting GmbH performanceorientierte Websites in Münster, die Kunden und Mitarbeiter bringen.
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