Maschinenbau 2026: Wo die Branche gerade steht
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau erlebt 2026 eine Doppelbelastung. Der Branchenverband VDMA hat seine Produktionsprognose im September 2026 auf ein reales Minus von 2 Prozent gesenkt – es wäre das vierte Jahr mit sinkender Produktion in Folge. In den ersten sieben Monaten lag die Produktion real 4,1 Prozent unter dem Vorjahr, viele Kapazitäten sind nicht ausgelastet (VDMA-Prognose via produktion.de).
Es gibt aber auch Lichtblicke: Die Auftragseingänge ziehen wieder an, und für 2027 erwartet der VDMA ein Produktionsplus von 3 Prozent. Wer jetzt Vertrieb und Personal sauber aufstellt, startet aus der besten Position in den Aufschwung.
Und der Fachkräftemangel? Er ist trotz schwacher Konjunktur nicht verschwunden. Laut IW-Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) konnten 2025 bundesweit rund 369.500 offene Stellen rechnerisch nicht besetzt werden. Sechs von zehn davon entfielen auf Berufe mit klassischer Berufsausbildung – also genau dort, wo Maschinenbauer Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Mechatroniker und Schweißer suchen. In der Schweiß- und Verbindungstechnik ist die Lücke 2025 sogar gewachsen.
- Aufträge: weniger Großprojekte, mehr Wettbewerb um jede Anfrage.
- Personal: gute Fachkräfte bleiben knapp – und wechseln nur, wenn das Angebot überzeugt.
- Chance: Wer jetzt sichtbar wird, gewinnt Kunden und Bewerber, während andere abwarten.